5 Gründe, warum du eine Städte-Tour durch Italien machen solltest

Jetzt, wo so langsam die ersten Sonnenstrahlen im Gesicht kitzeln, freue ich mich umso mehr auf den Sommer: Draußen sitzen bis in die Nacht, Eis essen, warme Sommerluft…hach, wie schön. Und da habe ich mich an unsere Italien-Tour von 2010 erinnert.

Im Sommer vor sechs Jahren haben wir Italien erkundet – fünf verschiedene Städte und eine Woche am Meer – insgesamt drei Wochen lang von Ende August bis Mitte September. Und das für knapp 700 Euro pro Person mit allem Schnickschnack: Flug, Transport, Unterkünfte und Essen (ja, so wenig!). Dazu komme ich gleich nochmal, erstmal:

Darum musst du nach Italien:

  1. Italienisches Dolce Vita (Oh, diese Lässigkeit!)
  2. Grandioses Essen (Pizza, Eis, Wein…ich liebe es!)
  3. Wunderschöne Architektur (die Römer hatten´s drauf!)
  4. Geschichte und Kultur (an jeder Ecke)
  5. Tolle Landschaften (nicht nur in der Toskana, der “Klischee-”Region)
Kirche Rom

Außerdem….zurück zum Preis: Es ist auch super für Backpacker geeignet: Man kann verdammt gut und echt günstig mit dem Zug fahren. Damals waren wir noch Studenten und mussten jeden Cent zweimal umdrehen. Das hat man unserer Reise aber nicht angemerkt.

Wir wir mit wenig Geld viel gesehen haben

Zum einen haben wir die Flüge recht frühzeitig gebucht, als der Preis gerade knallermäßig günstig war. Für gerade mal 100 Euro haben wir den Hin- und Rückflug bekommen (unabhängig voneinander bei zwei verschiedenen Fluggesellschaften gebucht).

Der nächste Punkt: Da wir quasi in der Hauptsaison unterwegs waren, haben wir alle Unterkünfte im Voraus gebucht. Normalerweise suchen wir uns unser Nachtlager immer erst vor Ort. Aber ich hatte echt keine Lust in einem ausgebuchten Florenz am Bahnhof zu stehen, um dann etwas bezahlbares suchen zu müssen und wertvolle Zeit zu vergeuden. Außerdem kann man im Internet vorher gut vergleichen. Wir haben also alle Unterkünfte über hostelbookers.de gebucht (wo wir übrigens NIE ein “normales” Hostel gebucht haben, sondern immer schöne Doppelzimmer, Gästezimmer oder sogar ein Zimmer auf einem tollen Bauernhof!). Eine Ausnahme, die auch unserem Portmonaie gut tat, gab es allerdings: In Rom haben wir bei Ehsans italienisch-deutscher Verwandtschaft genächtigt. Rom ist bekanntlich kein billiges Parkett. Also Glück für uns!

Statue Rom

Zugfahren: die beste und günstigste Form Italien zu bereisen

Ein unschlagbares Argument für Backpacking in Italien ist aber der Transport von Stadt zu Stadt: Während man in Deutschland Zugtickets kaum bezahlen kann, kosten diese in Italien viel, viel weniger. So haben wir für vier Zugstrecken keine 100 Euro pro Person bezahlt. Gereist sind wir mit den Regionalzügen (schnellere Züge kosten natürlich auch in Italien mehr). Die Strecken und Preise kann man im Vorfeld gut auf der italienischen Bahnseite nachlesen, die es mittlerweile sogar auf Deutsch gibt. Ich nehme an, dass sich die Preise nun etwas erhöht haben, denke aber, dass sie immer noch günstig sind. Die Züge haben wir übrigens nicht vorher gebucht, sondern erst vor Ort am Schalter.

Neben dem echt günstigen Preis der Zugtickets spricht natürlich noch die Art des Reisens für sich: Im Zug sieht man viel vom Land. So sind die Landschaften der Toskana und anderer Regionen an uns vorbeigezogen, während wir gemütlich saßen.

Eine Strecke (von der Adriaküste bis nach Rom) haben wir mit dem Bus gemacht. Hier fuhr kein passender Zug, was nicht schlimm war, denn auch die Busse sind günstig. Vom Reisen her finde ich Zugfahren allerdings schöner als Busfahren.

Picknick statt Restaurantbesuch

Nochmal zum Preis: Transport und Unterkünfte waren also günstig. Schwieriger war es allerdings mit dem Essen. In einem Restaurant essen zu gehen, ist verhältnismäßig teuer. Italienische “Eigenheiten”, wie zum Beispiel die Tischdecken-Gebühr machen es Backpackern mit schmalen Budget nicht allzu leicht. Aber trotzdem haben wir verdammt gut gegessen: Wir haben uns die meiste Zeit einfach selbst versorgt. Man kann in Supermärkten und Obst- und Gemüseläden wunderbar frische Lebensmittel zu einer super Qualität einkaufen (kein Wunder, es wächst ja auch alles vor Ort!). Warmes, wie Pizza (Oh, die war sooo lecker) kann man auch gut in kleinen Nebenstraßen “to go” mitnehmen. Wir haben dann einfach ein Menü zusammengestellt und gepicknickt. Und irgendwie entspricht das sowieso mehr meinem Geschmack als ein schickes Restaurant 🙂

Pizza in Rom

Unsere Italien-Tour

Auf unserer dreiwöchigen Tour haben wir fünf Regionen durchquert und kennengelernt: Emilia-Romagna, die Toskana, Umbrien, die Abruzzen und das Latium (und eigentlich auch noch eine sechste: den Vatikan). Vorab haben wir direkt festgelegt, dass wir auf jeden Fall eine Woche Stadtpause wollen und einfach mal nur am Meer rumliegen möchten. Das finde ich übrigens echt sinnvoll, da man sonst wohl einen Stadt- und Kultur-Overkill bekommt…

Weil alle Regionen und Städte ziemlich unterschiedlich sind und ich über jede einzelne sagen würden “Da musst du unbedingt mal hinfahren”, habe ich jeder einen kleinen Beitrag gewidmet:

#1 Bologna
#2 Florenz
#3 Siena
#4 Perugia
Kulturpause: eine Woche am Meer in Silvi di Marina
#5 Rom

Unsere Italien-Tour ist jetzt schon einige Jahre her, es wird also Zeit mal wieder hinzufahren! Obwohl wir schon große Teile des Landes gesehen haben, fehlt noch der komplette Süden! Und der Norden an natürlich. Und Sardinien soll ja auch super sein… Ach, es gibt ja noch so viel zu entdecken…seufz.

Petersdom Rom

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