#4 Perugia. Landurlaub im Herzen von Umbrien

Station 4 auf unserer Italien-Tour: Perugia. Von allen italienischen Städten, die ich gesehen habe, hat mich Perugia am wenigsten beeindruckt. ABER: Perugia hat mir trotzdem richtig, richtig gut gefallen! 

Ich glaube mein etwas geringerer Enthusiasmus über diese Stadt ist vor allem dem Umstand geschuldet, dass es sich bei diesem Citytrip um die vierte Stadt in Folge handelte (nach Bologna, Florenz und Siena). Irgendwann braucht der Kopf dann wohl mal Pause…Gut, dass die nächste Station unserer Italien-Reise eine Woche am Meer war.

Unterwegs in Perugia

Dennoch kann ich Perugia total empfehlen. Zum einen, weil sie mitten in Umbrien liegt, die Region, die als grünes Herz Italiens gilt. Die Stadt liegt auf einem Berg und bietet deshalb von überall grandiose Ausblicke auf das Drumherum. Ziemlich witzig fand ich, dass man mit einer Rolltreppe hoch in die Altstadt fährt und zwar durch mittelalterliche Gemäuer, in denen eine Rolltreppe halt merkwürdig aussieht. Zum anderen kann ich Perugia empfehlen, weil es einfach eine schöne Stadt ist: Plätze, Kirchen, Paläste – alles da und bilderbuchschön.

Wir haben Kirchen von innen besichtigt (daran kommt man in Italien ja eh nicht vorbei), den Dom bestaunt und waren sogar im Museum, um uns eine Fotoausstellung von Steve McCurry anzusehen. Und natürlich haben wir von mehreren Punkten der Stadt die Aussicht auf die Landschaft und die roten Dächer genossen.

Das Farmhouse-”Hostel”

Unterkunftsmäßig schlägt Perugia alle anderen Destinationen unserer Italien-Tour. Für drei Nächte waren wir auf einem Bauernhof etwas außerhalb der Stadt: “Perugia Farmhouse Backpackers”. In die Stadt muss man mit dem Bus fahren, laufen wäre zu weit. Aber es hat sich gelohnt diesen kleinen Umstand in Kauf zu nehmen! Vom Farmhouse aus, hat man einen 360 Grad-Blick auf das grüne Herz Italiens: Das alte Haus liegt mitten in den Hügeln Umbriens, umgeben von nichts als Grün. Das Farmhouse ist uralt und einfach wunderschön.

Auf dem Hof lief Diana, die Wachhündin rum, die uns immer angebettelt hat, mit ihr zu spielen. Außerdem war da noch der kleine, störrische Esel, ein Truthahn, ein Pferd und im Hühnerstall natürlich Hühner (deren Eier wir frisch zum Frühstück serviert bekommen haben). Um das ganze Haus herum gab es Möglichkeiten sich hinzusetzen und hinzulegen und sogar einen Pool. Ein besseres Entspannungsprogramm nach einem Kultur-Tag in der Stadt gibt es also kaum.

Abends haben wir draußen gesessen und Rotwein getrunken (konnte man direkt vom Hof kaufen) – einmal auch etwas zu viel…Gastgeber Manuele hatte uns und andere Gäste an einem Abend mit frischer Kartoffel-Salbei-Pizza aus seinem Steinofen versorgt. Boa, war die gut! Die haben wir Zuhause gleich nachgebacken. Und dazu kam dann das ein oder andere Glas Rotwein. 🙂

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