Unglück im Glück

Ich glaube nicht an Gott, aber vielleicht an den Teufel. Anders kann ich mir nicht erklären, warum inmitten einer der besten Zeiten meines Lebens ein Kübel Scheiße über mir ausgegossen wird.

Da möchte man sich schnell noch einen Pulli holen, um der abendlichen Kälte in Agra entgegenzuwirken und liest mehr oder weniger durch Zufall etwas, das es unabdingbar nötig macht sofort nach Deutschland zu fliegen. Statt gemütlich beim Dinner zu sitzen, saßen wir dann im Taxi auf dem Weg zum Flughafen in Delhi.  Und wir haben es tatsächlich innerhalb von 24 Stunden vom Taj Majal nach Bielefeld geschafft. So haben wir in den letzten acht Wochen alles das gemacht, was man sich für genau diesen Zeitraum nicht vorgenommen hat: unzählige Krankenhausbesuche, Jobsuche, Arminia Bielefeld Heimspiele besuchen, Plätzchen backen, Weihnachtsmarkt und Glühwein trinken.

Die Stimmung ist nach wie vor geknickt, aber die Aussicht auf Wärme löst doch ein kleines Wohlgefühl in der Bauchregion aus. Für drei Tage geht´s nun nach Kuala Lumpur in Malaysia, was aber nur ein Sprungbrett nach Australien ist. Denn ab hier haben wir noch ein paar Flüge offen. Wir freuen uns Silvester mit unseren lieben Freunden Sarah und Dennis in Sydney verbringen zu dürfen und anschließend noch Melbourne und die Westküste unsicher machen zu können.

So ist die Erinnerung an Indien ein wenig getrübt und mit ganz viel Enttäuschung verbunden, wir wollten noch so viel sehen. Aber vielleicht schaffen wir es ja doch noch mehr von incredible India zu sehen. „No worries, mate“ würden die Australier sagen. Und das tue ich jetzt auch und freue mich auf Down Under.

Taj Mahal

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