Bali

Affen, Hippies und die erste Enttäuschung auf Bali

Nach vier Wochen Reisen der Superlative in Sydney, Melbourne und Western Australia, kam nun der erste kleine Dämpfer. Wir sind in Indonesien, gestartet auf Bali – wohl wissend, dass es hier schon lange keine Geheimtipps gibt – doch was wir bisher gesehen haben, hat uns eher enttäuscht.

Start in Ubud

Vom Flughafen aus sind wir direkt ins Innere nach Ubud, um erstmal die Weiterreise ein wenig zu planen. Eigentlich ist es hier ganz nett, wenn auch schon recht verdreckt und natürlich voller Touristen auf dem Eso-Trip. EAT PRAY LOVE lässt grüßen – überall Singlefrauen, die sich selbst finden wollen – und die obligatorischen Batik-Shirt-Träger mit blonden Dreadlocks und verbrannten Schultern. Wir haben dennoch phänomenal vegan gegessen, waren im Affenwald und sind über Reisfelder gelaufen. Alles in allem echt schön, wenn auch nicht das non-plus-ultra.

Bali Ubud Reisfelder
Die schönen Reisfelder entschädigen für den Massentourismus in Ubud.
Bali Ubud Enten
Diese Enten erfüllen einen Zweck: Sie helfen den Reisbauern, indem Sie Ungeziefer fressen.
Bali Ubud
Spaziergang durch die Reisfelder. Auf befestigten Wegen natürlich.

Im Affenwald

Kuta, die Müllhalde

Da wir kurzfristig beschlossen haben, dass Indonesien mit seinen mehr als 17.000 Inseln zu groß ist, um nur Bali zu sehen, haben wir direkt einen Flug nach Flores gebucht, um von da aus zurück nach Bali zu traveln.

Und so sind wir in Flughafennähe in Kuta gelandet – dem Mallorca der Australier, wie es gerne genannt wird. Hier mag vielleicht ein ähnliches Publikum wie am Ballermann und in Cala Rattata rumlaufen, aber Mallorca ist gegen das hier eher eine Perle. Gerade als wir uns an das dürftige, blau geflieste Zimmer mit pinken Satin-Gardinen, FC Barcelona-Plüschdecke und Klo ohne Spülung gewöhnt hatten, mussten wir feststellen, dass der Strand eine Müllhalde ist. Kilometerlang werden tausende Plastiktüten und Verpackungen von der Brandung angespült und alle paar Meter als Müllhaufen zusammengefegt (die dann aber nicht weggeräumt werden). Kein Wunder, dass hier wirklich NIEMAND am Strand liegt, sondern nur auf den Mietliegen in Straßennähe. Total geschockt von dem Bild, was sich hier bot, haben wir das dann erstmal gegoogelt – und tatsächlich: Bali hat wohl hier im Süden ein riesiges Müllproblem, das man nur in der Hochsaison im August/September angeht. Mittlerweile haben wir Berichte und Fotos gefunden, die genau das schildern.

Bali Kuta
Kuta Beach. Also hier will ich nicht ins Meer.
Bali Kuta
Alle paar Meter zusammengekehrter Müll. 

Mit dem Roller durch Balis Süden

Der zweite Tag war dann aber doch noch gut und wir konnten uns mit Bali versöhnen. Wir haben es tatsächlich gewagt einen Roller zu mieten und sind ein wenig durch Südbali gedüst. Nach dem Motto “Go with the Flow” haben wir uns im dreispurigen Kreisverkehr einfach mit der Masse mitziehen lassen und den Schlaglöchern getrotzt. So haben wir immerhin schon mal ein paar mehr Orte gesehen, wobei klar war, dass der Süden am touristischsten ist und auch merklich ziemlich “verbraucht”. Hier ist einfach alles auf den Massentourismus eingestellt und so bleibt der Charme meistens auf der Strecke.

Bali
Wir wagen es: Mit dem Roller über Bali, um Kuta zu entkommen.
Bali Uluwatu
Meerblick von Uluwatu aus.
Bali
In Tempelnähe warten natürlich auch immer wieder diebische Affen. 

Auf nach Flores!

Umso schöner ist es, dass wir heute morgen nach Labuan Bajo auf Flores geflogen sind. Auch wenn Flores bereits im Aufschwung ist, der erste Eindruck: grün, feucht, hügelig, bunte Häuschen, simple life und ein paar Erinnerungen an Indien werden wach – kurzum: einfach wunderbar! Es gab zwar den ersten dicken Regenguss (hier ist gerade Regenzeit), aber das macht gar nichts. Morgen geht´s in den Komodo Nationalpark und wir sind schon ganz aufgeregt: Warane und Schnorcheln stehen auf dem Programm.

3 thoughts on “Affen, Hippies und die erste Enttäuschung auf Bali

  1. huhu ihr lieben weltenbummler,
    das ist wirklich ein bisschen enttäuschend mit dem ganzen müll.
    aber dann seid ihr ja schon weitergezogen…
    ach übrigens, gegen so ein äffchen als mitbringsel hätte ich nichts einzuwenden. 😉
    sehr süß.
    es grüsst und herzt recht doll
    mari

    1. So ein Äffchen kann aber ganz schön aggressiv werden, wenn es erwachsen ist 🙂 Aber wir werden sehen, was sich machen lässt! LG von Gili Air

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