Sommerverlängerung in der Toskana

Acht Tage Toskana im Herbst – eine verdammt gute Idee hatten wir da. Über eine Woche lang haben wir das Dolce Vita genossen, die letzte Sommerbräune aufgefrischt und entspannt.

Und das, obwohl der Urlaub mit einem riesigen Ärgernis anfing. Angekommen am Flughafen in Pisa, um unseren Mietwagen zu übernehmen, gab es hier richtig Trouble. Das will ich hier gar nicht weiter ausführen, weil ich mich vermutlich sonst in Rage schreibe…Ich sage nur eins: NIEMALS bei Goldcar buchen! Das Ende vom Lied: Wir wurden mehr oder weniger vom Stand geschmissen. Ohne Mietwagen natürlich. Tja, da blieb uns dann nichts anderes übrig als uns eine neue Mietwagenfirma zu suchen und dann einen vielfachen Preis zu zahlen… Naja, nachdem wir die Situation durchgestanden hatten, haben wir uns vorgenommen uns von diesem bescheidenen Start nicht den Urlaub vermiesen zu lassen. Nachdem wir dann auf der Autobahn Richtung Süden waren, wurde die Stimme in meinem Kopf, die der Dame am Mietwagenstand “Sie verdammtes Arschloch” entgegenbrüllen wollte, auch leiser :-).

Das Dorf Pereta

Die erste Unterkunft, der erste Ort – ein Volltreffer! Das Agriturismo, das wir uns ausgesucht hatten, lag 2 km abseits der winzigen Dorfs Pereta in der Südtoskana. Absolute Ruhe, umgeben von Hügeln mit Olivenbäumen und ein ganz lieber Gastgeber, der kein Wort Englisch konnte, aber trotzdem engagiert mit Händen und Füßen mit uns kommunizierte. Vier Tage lang haben wir Pereta die Umgebung erkundet und sogar einen Ausflug ins Latium unternommen, um dort Ehsans Tante zu treffen.

Das Dorf Pereta – so ein Schmuckstück, was wir da erwischt haben!

Startpunkt einer tollen Küsten-Wanderung: Talamone.

Ausflug ans Meer. Seeluft schnuppern, durchpusten lassen und Verwandtschaft besuchen in einem.

Die Maremma

Die Maremma, vor allem der Parco della Maremma, waren hier das Highlight. Bei bestem Wetter sind wir gewandert, haben Füchse gesichtet und sind am rauhen Strand spazieren gegangen. Im Oktober im Meer! Wie cool ist das denn bitte?! Na gut, es waren nur die Füße – aber immerhin!

Strandspaziergang im Oktober – juhuuuu 

Schlauer Fuchs: Wartet am Straßenrand auf vorbeifahrende Autos, um Futter von den Besuchern der Maremma abzugreifen. 

Dörfertour – Dafür ist ein Roadtrip doch da!

Wenn der Himmel nicht gerade blau war und wir doch ein paar Regentropfen abkriegen mussten, haben wir uns einfach die vielen tollen Dörfer angesehen. Eingebettet in Bilderbuchlandschaften, sitzen hier auf den Hügeln Dörfer, die aussehen wie Filmkulissen. Ob nun kleinere, unbekannte Dörfer wie Pereta oder Manciano oder beliebte Ziele wie Pitigliano – alle toll!

Montalcino. Hatten wir fast für uns allein.

Blick aus dem Autofenster. Hach, wie herrlich.

Verliebt in die Toskana. Und die vielen kleinen Details in ihren Dörfern.

Montepulciano

Und weil es uns ja nie lange an einem Ort hält, sind wir nach vier Tagen weiter Richtung Norden gereist, wo wir für die nächsten drei Tage vor Montepulciano gewohnt haben. Montepulciano ist genauso schön wie der Name klingt. Sicher, es ist ein Touristenmagnet und die ganze Stadt ist auf den Besuch eingestellt und gut besucht – das hat aber auch einfach seine Berechtigung.
Von Montepulciano aus, sind wir natürlich auch losgezogen, um zu wandern und andere Orte zu erkunden. Weil uns vor einigen Jahren Siena extrem gut gefallen hat, sind wir nochmal hin, um hier durch die Gassen zu schlendern und viel zu viel Pizza zu essen.

Es wäre gelogen, wenn wir behaupten würden, das Essen wären kein Grund für die Toskana gewesen. Hier ist einfach alles verdammt lecker!

Pisa

Pisa, tja, was soll ich sagen. Nett hier. Der Turm und so. Pisa ist halt keine Stadt, die einen komplett umhaut, aber schön ist es hier dennoch. Das große Angebot an Arancinis (mjam, mjam…oh die sind soooo lecker) hat uns auf jeden Fall überzeugt.

Tatsächlich schief. Der schiefe Turm von Pisa.

Pisa hat noch mehr zu bieten, als nen schiefen Turm!
🙂

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